17. Juni - Volksaufstand in der DDR 2026
Der 17. Juni war von 1954 bis 1990 der Nationalfeiertag der Bundesrepublik. Heute ist er nationaler Gedenktag - der einzige Tag im deutschen Kalender, der einmal Feiertag war und diesen Status wieder verlor.
Was 1953 geschah
Auslöser war eine wirtschaftliche Krise: Am 28. Mai 1953 beschloss die SED-Führung, die Arbeitsnormen um zehn Prozent zu erhöhen - mehr Arbeit für dasselbe Geld. Selbst die Rücknahme am 16. Juni beruhigte die Lage nicht mehr.
Am 17. Juni demonstrierten rund eine Million Menschen an über 700 Orten in der gesamten DDR gegen die SED-Diktatur und für freie Wahlen. Es war der erste Massenaufstand im sowjetischen Machtbereich. Niedergeschlagen wurde er mit sowjetischen Panzern: Etwa 15.000 Menschen wurden verhaftet, bis zu 120 kamen ums Leben.
Vom Feiertag zum Gedenktag
Ein Gesetz vom 3. Juli 1953 machte den 17. Juni im Westen zum gesetzlichen Feiertag, dem „Tag der deutschen Einheit". Bundespräsident Heinrich Lübke erklärte ihn 1963 zusätzlich zum Nationalen Gedenktag des Deutschen Volkes.
Mit der Wiedervereinigung 1990 übernahm der 3. Oktober die Rolle des Nationalfeiertags, und der 17. Juni verlor seinen Feiertagsstatus. Nationaler Gedenktag ist er bis heute - die Proklamation von 1963 wurde nie aufgehoben.
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17. Juni - Volksaufstand in der DDR - Termine
| Jahr | Datum | Wochentag |
|---|---|---|
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